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Hier ging es sehr schnell zur Sache nach In­kraft­tre­ten der neuen DSGVO am 25. Mai 2018. Neben verschiedenen Mails zu Einwilligung für Dienste und Newslettern gab es Post vom Anwalt.

DIE ABMAHNUNG!

 

Viele warnten vor  Abmahnanwälten  und Kanzleien, die hier auf Ihre Chance gewartet haben und es gibt sie wirklich.

 

Welche Abmahnungen sind bisher bekannt?

  • Abmahnung wegen fehlender Datenschutzerkärung
  • Abmahnung wegen der Einbindung von Google Fonts
  • Abmahnung wegen der falschen Einbindung von Google Analytics
  • Abmahnung wegen fehlender Verschlüsselung von Kontaktformularen

Link: Die ersten DSGVO-Abmahnungen sind da – von RA Stephan Hansen-Oest – veröffentlicht am 30.05. 2018

 

 

Was sollten Sie tun, wenn Sie von einer Abmahnung betroffen sind ?

1. Geben Sie bei unklarer Rechtslage nie ungeprüft eine Unterlassungserklärung ab

2. Stellen Sie eine Datenschutzerklärung auf der Webseite einstellen. Sie können dazu ggf. einen Generator für eine Datenschutzerklärung nutzen. Prüfen Sie aber alle Inhalte nochmals sorgfältig auf Vollständigkeit und Plausibilität.

3. Achten Sie als  Seitenbetreiber darauf , dass – unabhängig von der Datenschutzerklärung – nur datenschutzkonforme Tools und Plugins eingebunden werden

4. Recherchieren Sie im Netz ob es dazu schon ähnliche Fälle gibt, um so schwarzen Schafen auf die Schliche zu kommen

 

Abmahnungen wegen Facebook like- und share-Buttons

Datenschutzbeauftragte stören sich an dem bekannten „Gefällt Mir“-Button (“Liken“), den Betreiber von Webseiten in ihre Webauftritteeibauen können. Dieses ist für das  Empfehlungsmarketing nützlich. Durch das Plugin werden allerdings Nutzerdaten bereits dann an Facebook übermittelt, wenn Nutzer lediglich eine Webseite aufsuchen, in die ein „Gefällt mir“-Button eingearbeitet ist, was datenschutzrechtlich problematisch ist.  Hierzu liegt schon seit 2016 ein Urteil des LG Düsseldorf vor.

Es ist damit zu rechnen, dass die Facebook Plugins, aber auch Plugins anderer vor allem großer us-amerikanischer Dienste  wie Google oder ähnliche im Zuge der DSGVO verstärkt abgemahnt werden.

Was können Sie tun?

1. Nutzen Sie möglichst keine Plugins von Unternehmen, die sofort beim Aufruf einer Seite und ohne Wissen der Webseitenbesucher Daten übertragen. Das betrifft die Plugins  von Facebook und Google und generell Plugins, die beim Seitenaufruf Daten zum Mutterkonzern übertragen.Dies gilt für viele große Unternehmen und Netzwerke, vor allem Dienste  aus den USA.

2. Verlinken Sie statt dessen auf Facebook & Co. oder nutzen Sie datenschutzgerechte Tools wie shariff. (Heise Beitrag über shariff)

 

Abmahnung wegen der Einbindung von Google Fonts

Durch eine Kanzlei aus Düsseldorf wird die Einbindung von Google Fonts auf Webseiten abgemahnt. Gefordert werden Beseitigung der Verstöße, die Abgabe einer Unterlassungserklärung sowie die Übernahme der Kosten der Abmahnung.

Was können Sie tun?

1. Nutzen Sie Google Web Fonts nicht auf Ihren Seiten.

2. Wenn dies nicht möglich ist, binden Sie diese lokal auf Ihren Server ein:

Tipp 1: Google-Fonts -mittwald.de

Tipp 2: Google-Fonts-martinahonecker.com

3. Nutzen Sie ein Plugin für WordPress um Google Fonts zu deaktivieren. Beispielhaft kann man hier Disable Google Fonts benutzen um so per Klick Google Fonts zu deaktivieren.

 

 

 

Post Author: Datenschutz

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